Facebook für Alkoholiker

LIVR - Facebook für Alkoholiker

 

Zu schön (bekloppt), um wahr zu sein! Die Rede ist von einem sozialen Netzwerk für feuchtfröhliche Zecher und  begnadete Säufer vor dem Herrn, zu dem es nur einen Zugang gibt, wenn der Alkohol-Pegel stimmt. Wer sich einloggen will, muss zunächst ins Röhrchen pusten.

 

Schnapsidee mit realem Hintergrund

 

Auch wenn sich schnell herausstellte, dass es sich bei LIVR – so der Name der App – um einen April-Scherz handelte, wurde die Schnapsidee von vielen für bare Münze genommen. Kein Wunder: Es gibt immer noch viele liebe Mitmenchen, die auf die verrücktesten Ideen abfahren – auch ohne benebelt oder ständig im Tran zu sein.

 

Zugegeben: Unterhaltsam sind die Ideen hinter der App allemal. LIVR nimmt Party-Klischees aufs Korn, indem sie zu Features des fiktiven sozialen Netzwerks verdreht werden. Aus dem betrunkenen Gespräch mit irgendwelchen Fremden wird beispielsweise eine Funktion namens „Drunk Dial“. Damit kann der User einen zufälligen Livr-Nutzer anrufen und alkoholgetränkte Weisheiten und Geschichten austauschen.

 

Je höher der Pegel, desto schöner die Features

 

Und es wir noch schöner: Mit steigendem Alkohol-Pegel des Nutzers schaltet LIVR immer mehr Funktionen frei – zum Beispiel eine Crowdsourcing-Variante von "Wahrheit oder Pflicht". Der User kann hier Fragen und Aufgaben für andere Anwender einstellen, die mit Punkten honoriert werden.

 

Auch die Suche nach der besten Location ist im Programm. Dank des zum Login erforderlichen Alkoholtests zeigt der Guide der fiktiven App nicht nur an, wo sich andere Liebhaber eines gepflegten Rausches befinden, sondern auch wie knülle sie sind.

 

Grüne Kreise deuten eine geringe Dichte an alkoholisierten Gleichgesinnten an. Ist ein roter Kreis auf der Karte zu sehen, findet sich dort garantiert eine echte Ansammlung von trinkfesten Kollegen. Für jeden Pegel findet sich so der richtige Ort. Und damit es am nächsten Morgen nicht peinlich wird, kann LIVR mit einem Blackout-Button alles vergessen machen – ganz wie in richtigen Leben.

 

Bleibt nur die Hoffnung, dass sich Brandon Bloch und Brandon Schmittling – die zwei kreativen Köpfe, die hinter dem Ganzen stecken – es mit ihrer Idee weiterhin nicht allzu Ernst nehmen. Facebook ist schon verrückt genug. Auch ohne App für Alkoholiker.

 

 

Es ist einfacher, ein Problem zu lösen, als mit ihm zu leben.