Die Formel des Schöntrinkens

Schöntrinken

Können wir uns einen Menschen schön trinken? Logo – vor allem uns selbst! Ob und wieviel Alkohol es braucht, damit sich unser Gegenüber in George Cloony oder Emma Watson verwandelt, weiß Alkohol-Coach Rolf von Berg. Und er kennt auch die Fomel dazu.

 

Vorab gesagt: Am besten klappt es mit der Schöntrinkerei bei uns selbst. Und das sogar ganz ohne Alkohol. Das hat schon vor zehn Jahren eine Studie der Universität Grenoble ergeben. Die französischen Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen, die nur glauben Alkohol getrunken zu haben, in Wahrheit aber stücknüchtern sind, sich attraktiver und witziger finden.

 

Die Wissenschaftler erklären es damit, dass Alkohol als eine Art "soziales Schmiermittel" gilt, das die Geselligkeit fördert. Letztendlich zeigt es aber auch, dass wir nur Menschen sind. Und dass unsere Einschätzungen oft weniger mit der Realität zu tun habe als viel mehr mit unserer inneren Einstellung. „Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.“

 

Schöntrinken mit Alkohol

 

Ob dieser Placeboeffekt auch bei der Beurteilung anderer zum Tragen kommt, wissen wir nicht. Dass man sich Menschen wirklich mit Alkohol schöntrinken kann, weiss nicht nur Carolin Kebekus. Das liegt aber nicht etwa daran, dass aus einem Durchnittstyp plötzlich ein Cloony oder aus einem Mauerblümchen wirklich eine verführerische Schönheit wird, sondern einzig und alleine an der Tatsache, dass der Alkohol unsere Wahrnehmung beeinflusst – je höher der Pegel, desto stärker. „Der Alkohol enthemmt, wir werden unkritischer und neigen zu Extremen, je mehr wir getrunken haben. Wie stark, das hängt von unserer Alkoholverträglichkeit ab und davon, wie wir uns innerlich fühlen“, so von Berg

 

Die einfache Formel

 

Britische Wissenschaftler sind einmal dem Phänomen des Schöntrinkens auf den Grund gegangen und haben herausgefunden, dass die empfundene Schönheit von mehreren Faktoren abhängt. Neben dem Alkoholpegel (A) des Betrachter spielen auch dessen Sehschärfe (V), die Sichtverhältnissen im Lokal (Verrauchtheit S und Beleuchtung L), sowie dem Abstand zwischen Trinker und betrachteter Person (Delta) eine Rolle.

 

Während bei einem Beta-Ergebnis von unter 1 keine Steigerung der Attraktivität des Gegenübers festgestellt werden kann, würde man bis 50 die Person auch nüchtern nicht als hässlich, zwischen 51 und 100 könnte man es später bereuen. Liegen die Beta-Werte über 100 wird jede noch so potthässliche Person zum Superman oder Topmodel.

 

„Wer die Richtigkeit der Formel testen will, sollte sternhagelvoll sein, praktisch nichts mehr sehen und in einem völlig verqualmten Raum auf eine x-beliebiege Person schauen, die in etwa 3 Meter Entfernung im Stockdunklem sitzt“, so der (wohl nicht ganz so ernst gemeinte ) Tipp des Alkohol-Coach.

 

PS: Das ist die Formel:

 

      An² x d (S+1)

ß = —————-

      √L x Vo²

 

Es ist einfacher, ein Problem zu lösen, als mit ihm zu leben.